Die Sieger des „Museum in a Clip 2016“ stehen fest

Das lange Warten hat ein Ende. Nachdem die Gewinner des Online-Votings bereits seit Anfang Januar feststehen, hat die Fachjury ihr Urteil über die besten vier Clips aus dem Jahr 2016 gefällt.

Der Ansturm auf die Museen im Kulturraum Vogtland-Zwickau und in Leipzig erreichte dieses Jahr einen Rekord. Insgesamt haben über 700 Schüler der 3. bis 12. Klasse in 50 Projekten die Ausstellungen mit Tablet und Mikrofon erkundet, spannende Videoclips produziert und ganz nebenbei Geschichte, Kunst und Naturwissenschaften unmittelbar erlebt. Dass ein Museumsbesuch Schülerinnen und Schüler Spaß machen kann, zeigt sich an der Vielfalt der kreativen Ideen, mit denen sie an die Gestaltung ihrer Werke herangingen. Anhand von humorvollen Spielszenen oder unterhaltsamen Reportagen präsentieren die Kinder und Jugendlichen dem Zuschauer ihre ganz persönliche Sicht auf museale Inhalte. Der Jury fiel die Entscheidung nicht leicht, aus der Vielzahl von gelungenen Clips, die Besten auszuwählen. Schließlich hatten die Clips die Nase vorn, die sich besonders originell und bildstark mit Ausstellungsräumen und -objekten auseinandergesetzt haben.

Insgesamt wurden vier Preise in den beiden Alterskategorien (3. – 6. und 7. – 12. Klasse) an Schülerinnen und Schüler in Leipzig und im Kulturraum Vogtland/Zwickau vergeben. Die Sieger können sich über Gutscheine für eine MDR-Studiotour in Leipzig freuen:

 

Sieger Kategorie 3. – 6. Klasse, Kulturraum Vogtland/Zwickau

Clip #65 „Graf für einen Tag“, Kinderhort der Kita Regenbogenland im Schloss Wildenfels

Den Kindern des Hortes der Kita Regenbogenland ist es gelungen, die Besonderheiten von Schloss Wildenfels auf leichte und sympathische Weise zu vermitteln. Verwoben in einer kleine Geschichte um einen Graf und eine Gräfin, lernt der Zuschauer einzelne Räume des Schlosses kennen. Der Film überzeugt durch einen gelungenen Einsatz gestalterischer Mittel, gute Bilder und liebenswürdige Darsteller. Spätestens, wenn Graf und Gräfin einen Tanz im Musikzimmer des Schlosses wagen, (respektvolle Verbeugung inklusive) hat der Film das Herz der Zuschauer gewonnen. Dabei sind die Dialoge auf das Nötigste reduziert, so dass jederzeit das Schloss mit seinen eindrucksvollen Räumen im Mittelpunkt steht.

Sieger Kategorie 7. –  12. Klasse, Kulturraum Vogtland/Zwickau

Clip #141 – „Schmetterlinge im Museum Waldenburg“, 7. Klasse Gymnasium „Alexander von Humboldt“ Werdau im Naturalien- und Raritätenkabinett Waldenburg

Weniger ist mehr – ist das Motto des Clips „Schmetterlinge im Museum Waldenburg“. Mit schönen und klaren Bildern öffnen die Schülerinnen wortwörtlich dem Zuschauer die Tür zur jahrhundertalten Schmetterlingssammlung im Naturalien- und Raritätenkabinett Waldenburg. Dabei konzentriert sich der Clip auf Bild- und Textebene auf das Wesentliche und hebt somit den Inhalt auf eine besondere Weise hervor. Es macht einfach Spaß, dem ruhig geschnittenen Video mit harmonischer Musik und sympathischen Sprecherinnen zuzusehen.

Sieger Kategorie 3. – 6. Klasse, Region Leipzig

Clip #53 – „Der magische Trank“, Hort der Lessingschule im INSPIRATA Leipzig

Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse aus dem Hort der Lessingschule kombinieren in ihrem Clip filmische Versatzstücke aus der eigenen Medienerfahrung mit dem naturwissenschaftlichen Inhalt des Ausstellungsraums. Die kreative Idee, den Effekt der optischen Täuschung in einer kurzen Spielszene mit einer sehr anschaulichen Erklärung darzustellen, war ausschlaggebend für die Juryauswahl. Dabei überzeugen die Viertklässler mit einer tollen schauspielerischen Leistung, zweckmäßigen Bildern und einer klaren Botschaft.

Sieger Kategorie 7. – 12. Klasse, Region Leipzig

Clip #34 – „Museum für Druckkunst“, 13. Klasse, Arwed-Rossbach-Schule Leipzig

Die Schüler der Arwed-Rossbach-Schule produzierten in kürzester Zeit eine spannende Reportage über das Museum für Druckkunst in Leipzig. Mit schönen Bildern und einer klopfenden Hand als roter Faden nehmen sie den Zuschauer mit auf einen Rundgang durch das Museum. Trotz der Spieldauer von fast fünf Minuten wirkt das Video dank eines abwechslungsreichen Einsatzes von Sprechertext, Interview und Musik informativ und kurzweilig. Der gelungene Film lädt ein, die beeindruckenden Maschinen und die alten Drucktechniken aus der Nähe anzuschauen.

Die Jury gratuliert allen Gewinnern recht herzlich und freut sich bereits auf Museum in a Clip 2017.

Die Jury:

Isabell Kühnreich ist Museumspädagogin in den Priesterhäusern Zwickau (Museum für Stadt und Kulturgeschichte) und hat bereits eine Reihe „Museum in a Clip“ Projekte begleitet. Als Mitinitiatorin des Netzwerks „ Junge Kultur“ engagiert sie sich für die Vernetzung von Künstler.innen, Kulturschaffenden und -vermittler.innen in der Region. Außerdem ist Isabell Kühnreich die Mitbegründerin der Kunstplantage Zwickau und legt als DJane elektronische Musik auf.

Jördis Dörner ist Medienpädagogin und Projektmanagerin. Im Jahr 2015 koordinierte sie das „Museum in a Clip“ Projekt in Leipzig und im Kulturraum Vogtland/Zwickau. Sie studierte Medienbildung, Medientechnik und hat einen Abschluss als zertifizierte Lernbegleiterin. Jördis war viele Jahre im SAEK Leipzig aktiv, leitete das Projekt „Werkstatt“ der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin und lehrt aktuell u.a. am Dessau Department of Design der Hochschule Anhalt.

Robert Helbig ist Gründer und Geschäftsführer des Bildungsunternehmens edmedien, dem Betreiber von Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanälen in Leipzig, Görlitz und Plauen. Außerdem ist Robert Helbig als Autor, Moderator und Dozent tätig und ist Sprecher des Netzwerks Medienpädagogik Sachsen.

Alexander Karpilowski ist Medienpädagoge, freiberuflicher Dozent und begeisterter Medienmacher. Er studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften und verstärkt seit vielen Jahren als medienpädagogisch-technische Fachkraft das Team des SAEK Zwickau. 2015 begleitete er als Dozent eine Reihe von „Museum in a Clip“ Projekten. Seit 2016 ist er Gesamt- und Projektkoordinator des Projekts „Museum in a Clip“.

Die Gewinner des Online-Votings

Die meisten Stimmen in der Kategorie 3.-6. Klasse erhielt der Clip #09, produziert von den Schülern der 6. Klasse des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Zwickau im Museum der Burg Schönfels.

In der Kategorie 7-13 Klasse war der Clip #92 von den Siebtklässlern der Heinrich-von-Kleist-Oberschule Lichtenstein erfolgreich. Das Video entstand während des Besuchs des Museums der Stadt Lichtenstein.

Wir gratulieren den Gewinnern des Publikumspreises! Sie dürfen sich nun auf eine MDR-Studiotour in Leipzig freuen.

Das Projekt „Museum in a Clip“ wird vom Kulturraum Vogtland/Zwickau, dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stadt Leipzig gefördert.

 

Siegerklassen der Aktion „Museum in a Clip 2015“ erhielten Preise

„Alles – nur nicht langweilig“ umschreibt Dr. Christoph Scheurer, Vorsitzender des Kulturkonvents Kulturraum Vogtland-Zwickau das Projekt „Museum in a Clip“. Heute übergab er als Schirmherr die Siegerpreise auf der Burg Schönfels.

Die Preisträger, eine Klasse der Seminarschule Auerbach und eine Schülergruppe des Kinder- und Jugendvereins Pleißental e.V. (Oberschule Lichtentanne) konnten sich jeweils über eine Urkunde, Bücher und einen Gutschein für die MDR-Studiotour freuen.

Insgesamt 30 Schulklassen der 3. – 12. Klasse oder Jugendgruppen entdeckten vergangenes Jahr die mitwirkenden Museen im Kulturraum Vogtland-Zwickau und im Raum Leipzig mit Kamera und Mikrofon. Nach einer kurzen Führung durch das Museum erkundeten sie als Reporter in Kleingruppen die Ausstellung. Unter Anleitung erfahrener Medienpädagogen wurden die Clips anschließend  sofort bearbeitet und auf der Projekt-Webseite veröffentlicht. Bis Mitte Dezember konnte man unter  www.museum-in-a-clip.de alle entstandenen Videos anschauen und für den schönsten Clip abstimmen.

Zum Abschluss der Preisverleihung hatte Dr. Scheurer eine Überraschung mitgebracht: den Zuwendungsbescheid für „Museum in a clip 2016“. Förderverein SAEK Zwickau Vorstandsmitglied Marsel Krause war hocherfreut: „ Damit kann das Projekt ab April dieses Jahres in die Neuauflage starten. Bis Dezember können insgesamt 50 Schulkassen auf Entdeckungstour in den beteiligten Museen gehen.“

„Museum in a Clip“  wurde 2013 durch das UNIKATUM Kindermuseum Leipzig entwickelt. Seit Anfang 2015 ist der Förderverein SAEK Zwickau e.V. neuer Projektträger und führt das Projekt in Kooperation mit medienkompetent e. V. und dem SAEK Leipzig weiter. Das Projekt wird vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Kulturraum Vogtland/Zwickau gefördert, ab 2016 zusätzlich von der Stadt Leipzig.

Schumann lautlos erleben – Gebärdensprachführer übergeben

Wie vermittelt man Gehörlosen die Musik von Robert Schumann? Dieser Frage stellten sich die Schüler des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau. Sie produzierten gemeinsam mit Studenten der WHZ und dem SAEK Zwickau einen Gebärdensprachführer für das Robert Schumann Haus Zwickau, der Gehörlose via Tablet durch die Räume des Robert Schumann Hauses navigiert.

Im Rahmen eines Pressegesprächs wurden heute die Tablets inkl. Gebärdensprach-APP übergeben und können ab sofort von Gehörlosen genutzt werden.

Die Idee dazu wurde im Nachgang der Erstellung des Audioguides „Ohrenzeuge 2“ für Blinde und Sehbehinderte geboren, welcher schon seit einigen Jahren im Robert Schumann Haus eingesetzt wird. Dieser wurde 2007 von Schülern des CWG in Zusammenarbeit mit dem SAEK Zwickau produziert.

Im September 2013 begann das Medienprojekt. „Für jeden Raum wurde eine eigene Oberfläche gestaltet, die wiederum verschiedene Videos zu den einzelnen Ausstellungsstücken des Raumes enthält. Die Schwierigkeit für die Schüler bestand vor allem darin, die Inhalte zu definieren, da Gehörlose zu der Musik selbst ja eher wenige Bezugspunkte haben“, erklärt Alexander Karpilowski vom SAEK Zwickau, der die Schüler während der Projektphase betreute. Neben vertonten Gedichten liegt der Schwerpunkt des Videoguides deshalb auf biografischen Informationen. Nachdem die   Inhalte feststanden, wurden diese in Videosequenzen von Gebärdensprachdolmetschern der Westsächsischen Hochschule Zwickau übersetzt und anschließend im SAEK -Studio geschnitten. Nach gut einem Jahr stellten die Schüler den Videoguide fertig. Die Umsetzung auf dem Tablet gestaltete sich dann schwieriger, als gedacht. (Der Starttermin musste verschoben werden, da eine einfache, fehlerfreie und intuitive Bedienung nicht gewährleistet werden konnte.) Ein besonderer Dank gilt der AKTION MENSCH: Nach Antragstellung durch den Förderverein SAEK Zwickau unterstützte glücklicherweise die AKTION MENSCH das Projekt im Rahmen ihrer „Förderaktion Barrierefreiheit“ und half so bei der technischen Umsetzung.

Unter http://www.schumann-lautlos.tumblr.com wurde das gesamte Projekt dokumentiert.

„Museum in a Clip“ erfolgreich beendet

Am vergangenen Freitag fand der vorerst letzte Projekttag „Museum in a Clip“ in Zwickau statt. Viertklässler der  Grundschule „Am Scheffelberg“ erkundeten das Robert Schumann Haus in Zwickau und setzten sich anschließend audio-visuell mit dem Museum auseinander. Am letzten Montag waren dann in Leipzig letztmalig Schüler im Rahmen des Projekts in einem Museum.

Videoclip SchumannhausInsgesamt 30 Schulklassen der 3. – 12. Klasse oder Jugendgruppen konnten in diesem Jahr kostenlos die mitwirkenden Museen im Kulturraum Vogtland-Zwickau und im Raum Leipzig mit Kamera und Mikrofon entdecken. Nach einer kurzen Führung durch das Museum erkundeten sie als Reporter in Kleingruppen die Ausstellung.

Vorstandsmitglied Marsel Krause: „Es war ein tolles Projekt. Für 2016 wurden bereits Fördergelder beantragt. Wir möchten Museum in a clip auf jeden Fall fortführen und erweitern.“.

Noch bis 22. Dezember kann man auf der Projekt-Webseite  www.museum-in-a-clip.de alle entstandenen Videos anschauen und für den schönsten Clip abstimmen. Die Sieger mit den meisten Stimmen gewinnen eine MDR-Studiotour.

Rundfunkpreis geht nach Zwickau

Der Sieger des Rundfunkpreises Mitteldeutschland 2015 in der Kategorie „Länderpreis Sachsen“ ist das Redaktionsteam um Diana Schwarzenberg, Dietmar Hässelbarth und Manuela Engel der Selbsthilfegruppe „Multiple Sklerose“ für ihre Kurzfilmreihe „Meine MS und Ich“, produziert im SAEK Zwickau. Manuela Engel und Hannelore Hässelbarth (2.v.l.) nahmen stellvertretend den Preis am vergangenen Samstag zur Preisverleihung im Volkspark Halle entgegen.

rundfunkpreis netz

Die Erfahrungen mit der unheilbaren Nervenkrankheit Multiple Sklerose sind unterschiedlich, genauso wie die  Krankheitsverläufe. Und darüber wollten die Mitglieder der Selbsthilfegruppe „MS-Juniors“ in ihren Filmen erzählen. Manuela, Dietmar und Diana zeigen mit ihren persönlichen Geschichten, wie MS  ihr Leben beeinflusst, wie tückisch die Krankheit manchmal sein kann und wie sie und ihr Umfeld mit MS umgehen. Die Jury würdigte den authentischen Einblick in ihren Alltag, denn sie waren Protagonisten und gleichzeitig Filmemacher.

Über ein halbes Jahr dauerte die Produktion der drei kurzen Filme. Nun hoffen die „MS Juniors“, dass die Filme MS-Betroffenen und ihre Angehörigen Hoffnung spendet. Das Preisgeld in Höhe von 500 € wird für die Arbeit der Selbsthilfegruppe eingesetzt.

Die Filme kann man sich unter http://www.saek.de/unsere-ms-und-ich/ ansehen.

Die Vereinsmitglieder gratulieren den Projektteilnehmern und dem SAEK-Team.